Lust auf Sommer?

Eigentlich wollte ich mir eine Osterhasen-Geschichte überlegen. Aber dann kamen mir die Wetteraussichten dazwischen. Puuuuh! Da schickt man doch kein Häschen vor die Tür! Also gibt es lieber eine Geschichte, die im Sommer spielt, noch dazu im Mittelmeer. Balearen. Noch genauer? Menorca, in einer Stadt namens Mao. Dort befindet sich meine Protagonistin aus dem Roman, …

Ohne Höschen

„Komm ohne Höschen“, schreibt er. Och nö. Nicht schon wieder derselbe Spruch, denke ich. Warum glauben Männer, es sei so toll, wenn eine Frau ohne Höschen neben ihnen sitzt? Noch dazu im Theater? Okay, er hat Loge gebucht, aber wir werden nicht alleine sein, mindesten drei oder vier Leute sitzen neben uns. Außerdem gibt es …

Mein – Teil 3

Vorbereitung ist alles. Meine Sekretärin genießt diese Phase genauso wie ich. Ich kann es sehen, fühlen und schmecken. Hier finden sich Teil 1 und Teil 2. Sie hockt unbequem auf der Kante, die Füße gefesselt von diesem weißen, unsäglichen Ding. Sie sollen so bleiben, habe ich beschlossen. „Du wirst den Slip nicht verlieren. Er bleibt …

Mein – Teil 2

Meine Sekretärin provoziert. Mit einem weißen Schlüpfer. Anders kann man dieses unsägliche Teil nicht nennen. Sie wird dafür büßen. Nicht, indem ich tue, was sie will. Ihr Part ist, zu gehorchen. Sie ist mein. Teil 1 findet sich hier. Das Letzte, was mir bei ihrem Anblick in den Sinn kommt, ist Missachtung. Sie weiß nicht, …

Mein

Ich bin eine Frau. Und doch reizt es  mich, aus der Sicht eines Mannes zu schreiben. Vielleicht aus dem Wunsch heraus, diese Sichtweise zu begreifen, zu erfahren, vielleicht nur in Verfolgung eines Ideals, Wunsch-Mannes, Traummannes. Hier also Teil 1 einer Geschichte, die in loser Folge fortgesetzt wird, aus der Sicht des anderen Geschlechts; der Dominanz; …

Dampf ablassen

Er ist heute anders. Grimmiger. Härter. Ich bin nicht sicher, warum. Quatsch, wenn ich ehrlich bin, weiß ich, warum. Ich habe ihm Vorschriften gemacht. Klar unterliegen die häuslichen Arbeiten mehr meiner Verantwortung, aber er hört es trotzdem nicht gerne, wenn ich wegen unbedeutender Dinge motze. Oder ihm gar – wie heute – vorschreiben will, was …

D wie Disziplin

Woman's mouth sealed with a warning tapeDas D aus BDSM steht für Disziplin – unter anderem.
Die meisten Menschen bringen das D nur mit Dominanz in Verbindung, aber letztlich sind alle Spielarten miteinander verwoben.
Übersetzt man das englische Wort ‚discipline‘, kommt man dem Sinn näher: Nicht nur Erziehung ist damit gemeint, sondern auch „Zucht und Ordnung“. Genau darum geht es hier.
Man kann einen Partner zu bestimmten Verhaltensweisen erziehen, z.B. dazu, auf ein Wort oder Zeichen hin gewisse Haltungen einzunehmen, sei es Knien oder Präsentieren, den Hintern in die Luft zu strecken oder sich an einen vorher bestimmten Platz zu begeben. Genauso kann man Schweigen einfordern oder – sehr beliebt – den Zeitpunkt des Höhepunktes bestimmen.
Wie man das gesteckte Ziel erreicht oder durchsetzt, bleibt dabei (wie immer nur nach „Zustimmung“ bzw. „Einverständnis“ des Bottoms/Subs) dem erziehenden Part überlassen.
Wie bei Kindern oder Hunden gibt es die Möglichkeit mit Strafen oder Belohnungen zu erziehen. Bei beidem gibt es keine Grenzen für die Fantasie, nur die immer (!) geltenden Grenzen der körperlichen und seelischen Unversehrtheit. Im Gegensatz zu Kindern und Hunden ist allgemein bei BDSM die Variante „Strafe“ beliebter – vermutlich, weil die meisten BDSMler eher zu Bondage oder SM tendieren, und sich nicht als Eltern oder Hundeerzieher betrachten – zum Glück für die/den Sub (oder?).
Bei reiner Disziplinierung besteht die Strafe allerdings nicht aus einem Spanking oder Ähnlichem, sondern immer aus einer Handlung, die der submissive Part nicht gerne tut. Vielleicht soll die Sub in der Ecke stehen wie Schulkinder früher? Oder auf drei Seiten notieren, warum Fluchen unerwünscht ist; lernen, sich zu entschuldigen, sich nicht schlechtzumachen oder den dominanten Partner richtig anzusprechen.
Viele BDSMler machen einen Unterschied zwischen Erziehung und Bestrafung, einfach weil sie Unterschiede machen in der Art der Verfehlung, die entweder das Eine oder das Andere nach sich zieht.
Fest steht jedenfalls, dass Erziehung mittels Bestrafung nur funktioniert, wenn die Strafe auch eine echte Strafe ist. Für eine Sub, die sich nichts mehr wünscht, als von einem ordentlichen Spanking erregt zu werden, sollte die Strafe vielleicht eher aus dem Entzug des körperlichen Kontakts bestehen – aber hier ist wieder einmal die Fantasie aller Beteiligten gefragt.
Vor allem muss der dominante Partner erkennen oder erkennen lernen, wie weit er gehen kann, wie viel Zucht und Ordnung er von seinem Gegenpart erwarten kann, wo und wann eine Handlung korrigiert werden soll oder darf und ob die Maßnahmen, die er zur Korrektur trifft, angemessen sind. Womit wir wieder bei dem Thema Vertrauen und Liebe wären – die beste Versicherung, dass auch dieser Aspekt des BDSM, sofern gewünscht, Teil der Beziehung sein kann oder nicht.
Ach – wie wäre es übrigens mit Disziplinierung mittels Belohnung? Ein Orgasmus ist sicher die höchste Belohnung, aber ein zartes Drücken, Küssen, Streicheln oder einfach nur ein „Das hast du gut gemacht!“ können genauso befriedigend sein.
Für mich als Sub gehört Disziplin dazu – nicht in Form von „Platz“ oder „Sitz“, sondern als Zeichen, dass ich mich unterordne, dass ich meinen Willen abgebe und mich von meinem Partner bestimmen, also dominieren lasse.
Bin ich ihm gegenüber respektlos, bringt er mich mit einem warnenden Wort wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Treibe ich es zu weit, gehört auch ein Handgriff dazu – und die Strafe wird bei nächster Gelegenheit ausgeführt. Seine Disziplinierung ist immer gerecht, weshalb ich sie annehme und auf die Phase danach hoffe: Vergebung, Wiedergutmachung, Liebe.

 

Foto: © Depositphotos.com/konradbak