Ohne Höschen

„Komm ohne Höschen“, schreibt er. Och nö. Nicht schon wieder derselbe Spruch, denke ich. Warum glauben Männer, es sei so toll, wenn eine Frau ohne Höschen neben ihnen sitzt? Noch dazu im Theater? Okay, er hat Loge gebucht, aber wir werden nicht alleine sein, mindesten drei oder vier Leute sitzen neben uns. Außerdem gibt es …

Ortswechsel

„An einem anderen Ort?“ „Ja, nicht immer nur zuhause. Ich hab da ein paar Ideen …“ David fasste Elena in den Nacken und zog sie näher. Er konnte ihr ansehen, dass sie gerade tausend Orte in Gedanken durchging, und versuchte, sie mit seinen Vorstellungen in Einklang zu bringen. „An was denkst du dabei?“ „Da wir …

Festivalsex

Josy bebt im Takt der dröhnenden Musik. Sie steht seitlich eines Lautsprechers, der Dezibel weit über jedes gesunde Maß ausspuckt. Festival. Das muss so sein. Sie findet die Stelle super, das Wummern der Bässe durchläuft ihren Körper, übertönt beinahe die schrillen Riffs. Metal, irgendeine Band. Josy und ihre drei Freundinnen sind schon den zweiten Tag …

Federleicht

Sie liegt auf dem Rücken, Handgelenke und Knöchel fixiert, eine schwarze Augenbinde, die auch die Nase bedeckt, raubt ihr zumindest diesen Sinn vollständig. Nicht die anderen. Ja, es stimmt, die anderen Sinnesorgane laufen dafür auf Hochtouren, sobald einer von ihnen ausgeschlossen wird. Das Riechen ist nur leicht eingeschränkt, kleine Löcher in der Maske sorgen für …

Morgensex

Die Uhr zeigt die Zahl fünf vorneweg – zu früh. Es ist Wochenende, wir brauchen nicht um diese Zeit aufzustehen. Ich drehe mich auf die andere Seite, weg von dem Körper, dessen Wärme bis zu mir strahlt. Uns wird meist zu warm, wenn wir zu dicht aneinander kuscheln. Schade, aber unsere Heizsysteme funktionieren konträr. Ich …

Die Werkstatt

Hier eine kurze Szene zum „Warmmachen“, aus einer der zahlreichen Storys, die auf meinem PC schlummern. Christine braucht ein Auto, hat aber wenig Geld, weshalb sie einen Deal mit dem Mechaniker und Autoverkäufer Darko eingeht – Sex gegen einen Nachlass, so lange, bis ihre Preisvorstellung erreicht ist. Er bestellt Christine ein zweites Mal ein, nachdem …

Die Party

Die Party läuft perfekt. Doch ihr Dom hat sich etwas einfallen lassen, was der perfekten Beziehung besondere Würze verleiht. Marla geht auf das Spiel ein, obwohl sie nicht weiß, wie es enden wird.

Erotik am Bein – Strümpfe

Wie kommt es, dass Männer so darauf abfahren? Bestrumpfte Beine wirken verlockend.  Kleine Mängel werden ausgeglichen durch das seidige Glänzen (nicht dass Frauen Mängel an den Beinen hätten!). Eine Berührung  ist durch die zarte Glätte äußerst sinnlich. Möglich ist auch eine gewisse „Verruchtheit“, die von einer Strumpfträgerin ausgeht, eine Konditionierung aus der Zeit, da Frau …

Eine Berührung

wordle berührung

Er streichelt mir im Vorbeigehen über den Hintern.

Etwas erwacht tief in mir. Erst ein winziger Funke, dann ein Flämmchen. Unsere Küche ist klein, weswegen ich mit einer unscheinbaren Bewegung eine Berührung haben kann. Meine Hüfte an seinem Po. Dazwischen Stoff, seine Hose, meine Hose, sein Slip. Der Stoff, der sich als dünnes Band zwischen meine Backen schmiegt, ist nicht der Rede wert.

Woran liegt es? Kann ich den Atem hören? Entsteht ein elektrisches Feld zwischen unseren Körpern? Was auch immer es ist, es ist spürbar, wenn auch nicht messbar. Sex ist in der Luft. Noch schwach, nicht brennend, aber wie eine Flamme, die über die Haut streicht.

Er übt Druck aus, hält gegen meine Berührung an. Dadurch vergrößert sich die Fläche, der Ellbogen kommt hinzu, der sich in meinen Rücken drückt, der Oberarm. Hier sind es nur zwei dünne Lagen, sein T-Shirt und meine Bluse. Hier spüre ich Körperwärme zusätzlich zu dem köstlichen Druck.

Ich liebe Berührungen, egal wie und wo. Ich bin ein sehr haptischer Mensch, brauche Körperkontakt, fingere gerne an dem Stoff seines Hemdes, lege meine Hände auf seinen Schenkel oder streichle durch sein Haar. Weshalb es mich verrückt macht, wenn er mich fesselt, mich daran hindert, meiner Sehnsucht nachzugeben, ihn zu berühren.

Haut ist ein so wundersames Organ, so großflächig, sensitiv, so unterschiedlich in Textur und Form, dass ich sie stundenlang erforschen könnte, jede glatte genauso wie jede faltige Stelle ertasten, jede Temperaturänderung, jeden Feuchteunterschied erfühlen möchte.

Ich mache eine reibende Bewegung, wie eine Katze, die ihren Besitzer kennzeichnen will. Genauso möchte ich ihn kennzeichnen, mit meinem Duft, Spuren hinterlassen, die uns binden, unsere Zusammengehörigkeit beweisen.

Ich muss an andere Möglichkeiten denken, an andere Situationen, sie springen in mein Bewusstsein wie Lichtstrahlen durchs Blätterdach. Situationen, in denen er mich markiert hat, mehr als nur seinen Duft auf mir hinterlassen hat.

Ach, dieses berauschende Gefühl von Erregung, die sich langsam in meinem Körper ausbreitet. Wärme, aber noch viel mehr. Nervenbahnen aktivieren sich, leiten erinnerte Berührungen ans Hirn, Muskeln erwärmen sich und zucken probeweise, Sinne werden achtsam ausgerichtet auf kleinste Zeichen von Stimulation. Dort unten, in meinem Zentrum, wo sich alles konzentriert, laufen alle Nachrichten zusammen, werden sofort umgesetzt in Vorbereitungen, produzieren Feuchte, lassen anschwellen, schwemmen sauerstoffgetränktes Blut in die Zellen. Atem beschleunigt sich, Herzschlag auch, damit alles versorgt werden kann, Speichel fließt.

Und das alles in wenigen Sekunden, ausgelöst durch eine einfache Berührung, ein Streifen von Fingern, sanftem Druck, wohlbekanntem Duft, wortloser Liebe.