Hunters Liste – eine neue Veröffentlichung

Ganz heimlich habe ich etwas hochgeladen … Etwas, das anders ist als sonst. Anders im Sinne von: Keine reine Romance. Kein reines Erotik-Buch. So eine Mischung. Und doch irgendwie beides. Erotisch ist es, mit BDSM hat es auch zu tun, und tatsächlich gibt es auch eine Romance dabei. Nicht gleich und sicher nicht der übliche …

Kopf und Hände – und wie schreibst du?

Da schaut man ganz unbedarft in den Reader und schon purzeln die erotischen Storys nur so herein, von Annas Welt der Männer und von Ben Wilders Lusttagebuch. So kann ein Tag beginnen. Das bringt mich in die richtige Stimmung. Da fragte mich kürzlich jemand, wie ich es mache. Das Arbeiten, genauer das Schreiben, meinte er. …

Geständnis

Okay, okay, ich gebe es zu: Ich bin froh, dass Weihnachten vorbei ist. Und Silvester und Neujahr und überhaupt die Zeit zwischen den Jahren. Nicht zu vergessen den Jahresanfang mit allem, was dazugehört. Ich mag Weihnachten. Ehrlich. Aber leider bleibt gerade an diesen Tagen überhaupt keine Zeit zum Spielen. Man denkt, man hat Zeit ohne …

Manchmal reicht eine Geste

Es gibt Tage, da genügt eine einzige Geste. Ein fester Griff. Ein besonderer Tonfall. In einer BDSM-Beziehung gibt es viele Möglichkeiten, das Machtgefälle auszuleben. Man kann „Szenen“ planen, Rollenspiele einarbeiten, spontane Spankingsessions haben, in einem „Spielzimmer“ oder in einem Club „spielen“. Oder man lässt sich von kleinen, vielleicht auch unbedeutenden Zeichen in die richtige Stimmung …

Hitze

Hitze. Tag und Nacht. Was anziehen? Ein Kleid, möglichst kurz, möglichst luftig. Die Folgen? Seine Hände auf mir und in mir. Überall. Tag und Nacht. Keine Beschwerde, ganz im Gegenteil. Ich wünschte, es wäre immer so heiß.  

Dampf ablassen

Er ist heute anders. Grimmiger. Härter. Ich bin nicht sicher, warum. Quatsch, wenn ich ehrlich bin, weiß ich, warum. Ich habe ihm Vorschriften gemacht. Klar unterliegen die häuslichen Arbeiten mehr meiner Verantwortung, aber er hört es trotzdem nicht gerne, wenn ich wegen unbedeutender Dinge motze. Oder ihm gar – wie heute – vorschreiben will, was …

Das S steht für Sadismus

Oh, oh, Inbegriff der Perversitäten für alle Bürger! Sicher gibt es Menschen, die andere nur quälen wollen, die sich an Mitmenschen vergehen, die Schmerzen und Demütigungen zufügen, Straftaten begehen. Aber das sind nicht diejenigen, die dies im Rahmen der BDSM-Regeln tun. Gerade bei Sadismus gelten diese so wichtigen Grundsätze – vor allem das gegenseitige Einverständnis. …

D wie Disziplin

Woman's mouth sealed with a warning tapeDas D aus BDSM steht für Disziplin – unter anderem.
Die meisten Menschen bringen das D nur mit Dominanz in Verbindung, aber letztlich sind alle Spielarten miteinander verwoben.
Übersetzt man das englische Wort ‚discipline‘, kommt man dem Sinn näher: Nicht nur Erziehung ist damit gemeint, sondern auch „Zucht und Ordnung“. Genau darum geht es hier.
Man kann einen Partner zu bestimmten Verhaltensweisen erziehen, z.B. dazu, auf ein Wort oder Zeichen hin gewisse Haltungen einzunehmen, sei es Knien oder Präsentieren, den Hintern in die Luft zu strecken oder sich an einen vorher bestimmten Platz zu begeben. Genauso kann man Schweigen einfordern oder – sehr beliebt – den Zeitpunkt des Höhepunktes bestimmen.
Wie man das gesteckte Ziel erreicht oder durchsetzt, bleibt dabei (wie immer nur nach „Zustimmung“ bzw. „Einverständnis“ des Bottoms/Subs) dem erziehenden Part überlassen.
Wie bei Kindern oder Hunden gibt es die Möglichkeit mit Strafen oder Belohnungen zu erziehen. Bei beidem gibt es keine Grenzen für die Fantasie, nur die immer (!) geltenden Grenzen der körperlichen und seelischen Unversehrtheit. Im Gegensatz zu Kindern und Hunden ist allgemein bei BDSM die Variante „Strafe“ beliebter – vermutlich, weil die meisten BDSMler eher zu Bondage oder SM tendieren, und sich nicht als Eltern oder Hundeerzieher betrachten – zum Glück für die/den Sub (oder?).
Bei reiner Disziplinierung besteht die Strafe allerdings nicht aus einem Spanking oder Ähnlichem, sondern immer aus einer Handlung, die der submissive Part nicht gerne tut. Vielleicht soll die Sub in der Ecke stehen wie Schulkinder früher? Oder auf drei Seiten notieren, warum Fluchen unerwünscht ist; lernen, sich zu entschuldigen, sich nicht schlechtzumachen oder den dominanten Partner richtig anzusprechen.
Viele BDSMler machen einen Unterschied zwischen Erziehung und Bestrafung, einfach weil sie Unterschiede machen in der Art der Verfehlung, die entweder das Eine oder das Andere nach sich zieht.
Fest steht jedenfalls, dass Erziehung mittels Bestrafung nur funktioniert, wenn die Strafe auch eine echte Strafe ist. Für eine Sub, die sich nichts mehr wünscht, als von einem ordentlichen Spanking erregt zu werden, sollte die Strafe vielleicht eher aus dem Entzug des körperlichen Kontakts bestehen – aber hier ist wieder einmal die Fantasie aller Beteiligten gefragt.
Vor allem muss der dominante Partner erkennen oder erkennen lernen, wie weit er gehen kann, wie viel Zucht und Ordnung er von seinem Gegenpart erwarten kann, wo und wann eine Handlung korrigiert werden soll oder darf und ob die Maßnahmen, die er zur Korrektur trifft, angemessen sind. Womit wir wieder bei dem Thema Vertrauen und Liebe wären – die beste Versicherung, dass auch dieser Aspekt des BDSM, sofern gewünscht, Teil der Beziehung sein kann oder nicht.
Ach – wie wäre es übrigens mit Disziplinierung mittels Belohnung? Ein Orgasmus ist sicher die höchste Belohnung, aber ein zartes Drücken, Küssen, Streicheln oder einfach nur ein „Das hast du gut gemacht!“ können genauso befriedigend sein.
Für mich als Sub gehört Disziplin dazu – nicht in Form von „Platz“ oder „Sitz“, sondern als Zeichen, dass ich mich unterordne, dass ich meinen Willen abgebe und mich von meinem Partner bestimmen, also dominieren lasse.
Bin ich ihm gegenüber respektlos, bringt er mich mit einem warnenden Wort wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Treibe ich es zu weit, gehört auch ein Handgriff dazu – und die Strafe wird bei nächster Gelegenheit ausgeführt. Seine Disziplinierung ist immer gerecht, weshalb ich sie annehme und auf die Phase danach hoffe: Vergebung, Wiedergutmachung, Liebe.

 

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Bondage

Das B aus BDSM steht für Bondage. Die eigentliche Übersetzung lautet „Gefangenschaft, Knechtschaft“, aber auch Hörigkeit. Verwendet wird es im modernen Sprachgebrauch für jede Art von Fesselung. Was heißt „jede Art“? Es gibt unzählige Möglichkeiten zu fesseln. Seile sind die Gebräuchlichste, aber auch Ketten, Handschellen, Ledermanschetten, Pranger, Spreizstangen, Bänder oder Tücher gehören dazu. Vielleicht auch …